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LaBrassBanda


LaBrassBanda
Übersee
Trikont

LaBrassBanda - Übersee

29.10.2009

Erscheinungsdatum: 23.10.2009
Label: Trikont

von Kati Hofacker

Dancefloor mit Blechbläsern und Funk mit bayerischen Texten? Dub, Jazz und Highspeed-Rap in der Lederhose? Das geht - und es klingt genial. Mit ihrem zweiten Album "Übersee" verbreiten die unkonventionellen, hochgradig virtuosen Lederhosen-Gypsie-Hop-Brassfunker das Tanzwut-Virus auf dem internationalen Parkett!

Die Idee zur Gründung von La Brass Banda kam Trompeter, Zeitraffer-Sänger und Rampensau Stefan Dettl, als er in New York die Youngblood Brass Band hörte. Sieben Bläser knattern Clubmusik - die Idee der Brass Banda war geboren! Mit Blech, Stromgitarre und Schlagzeug sollten eigene und gecoverte Hits irgendwo zwischen Techno, Goran Bregovic, HipHop, Funk und Rock um die Ohren der Fans gescheppert, gepoltert werden. Und weil Herr Dettl trotz seiner ländlichen Herkunft aus Übersee am Chiemsee Musik studiert und viele hervorragende Musiker-Freunde in Sinfonie- und Jazzorchestern kennt, gründete er 2007 eine unerwartet virtuose Kapelle namens LaBrassBanda.

Barfuß und in Lederhosen treten sie auf und verwirren so die Zuschauer, die glauben, eine Überseeer Abordnung der dortigen Blaskapelle vor sich zu haben. Aber wenn die Band in furioser Fahrt nicht nur durch Eigenes, sondern auch durch die schrillsten Variationen übler 90er-Jahre-Eurodance-Songs rast, dem Hörer die Posaunensoli, Brass-Sätze und die intelligent-komischen bayerischen Highspeed-Texte um die Ohren krachen, prasseln, peitschen und tosen, vergisst man, in welchem Gäu, ach, in welchem Land, Kontinent man sich befindet. Deshalb auch toben bei den weltweiten LaBrassBanda-Konzerten von Harare bis Roskilde die Massen.

Nach dem osteuropäisch inspirierten und noch etwas unausgereiften Debüt "Habedieehre" (2008) wagen Stefan Dettl (Trompete), Manuel Winbeck (Posaune), Andreas Hofmeir (Tuba), Oliver Wrage (Bass) und Manuel Da Coll (Drums) mehr Vocals: Neben Jazz, Funk, Dub ("VW Jetta", "Ragga"), Pop ("Rotes Hoserl"), Witz ("Bauer"), Bigband ("Scetches") und Dance ("Ringlbleame") versuchen die Jungs auch Schwermütiges ("Deyda") oder extrem Hitverdächtiges ("Des konnst glam").

LaBrassBanda umschiffen die Klippe des schwierigen zweiten Albums voller Kunstfertigkeit. Sie lassen das erste einfach wie eine Diplomarbeit aussehen. Und nun kommt das Leben. Elegant und leicht, gekonnt wirkt alles, sie erweitern ihr Spektrum mit noch verschiedenartigeren Stilen, bieten brillante Bravourleistungen auf den Instrumenten und unglaublich originelle, authentische und von vorne bis hinten bayerische Texte.

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