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Julian Casablancas - Phrazes For The Young
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29.10.2009
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Erscheinungsdatum: 30.10.2009
Label: Cargo
von Annekatrin Liebisch
Und schließlich ließ er sich doch aus der Reserve locken: Im Gegensatz zu Bandkollege Albert Hammond Jr., der seit "First Impressions Of Earth" bereits zwei Soloplatten bespielte, zögerte Strokes-Sänger Julian Casablancas lang, bevor er sich auch allein ins Studio wagte. Anscheinend gefiel es dem 31-Jährigen dort recht gut, so ganz ohne Aufsicht: Mit "Phrazes For The Young" liefert er jugendlichen Indie-Fans nicht nur ein paar Zitate, sondern auch acht Songs, für den ihn seine Kollegen sicherlich schief angeschaut hätten.
Zugegeben, einige von Casablancas Experimenten wären - mit leichten Veränderungen - durchaus auch auf einem Strokes-Album denkbar: der rasante Opener "Out Of The Blue", beispielsweise, ohne Synthie-Einsatz vielleicht "Left & Right In The Dark" und sicherlich auch das Midtempo-Juwel "Tourist". An Casablancas markantem Gesang hat sich jedenfalls nichts geändert: Auch auf seinem Soloalbum klingt er, als stünde die Brandyflasche bedenklich nah am Mikrofon. Alles in Ordnung also.
Doch wie soll man das fröhlich georgelte "11th Dimension" finden? Oder den verschleppten Rhythmus vom countryesken "Ludlow St."? Oder das rastlose, ferngesteuert klingende "River Of Breaklights"? Die Antwort ist einfach: gut. Casablancas Einfälle sind einfach zu originell, um sich mit aller Gewalt an den Mustern festzukrallen, die man von den Strokes kennt und schätzt. Und beim zweiten Hören schreckt man auch nicht mehr jedes Mal zusammen, sobald sich ein Synthesizer in den Vordergrund drängt.
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