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Erscheinungsdatum: 23.10.2009
Label: Invada
von Klaas Tigchelaar
Als Kopf und Arrangeur der Band Portishead hat Geoff Barrow nicht nur in künstlerischen Kreisen Lorbeeren gesammelt, sondern auch bei wählerischen Pop-Hörern ein Ohr gefunden. Mit der neuen Band Beak> wird das ungleich schwerer. Denn deren selbstbetitelter Erstling ist zwar in seinen Ursprüngen durchaus verträglich konzipiert, in der Umsetzung aber eine ziemlich psychedelische Jam-Session, bei der ein steter Bass wummert, das Schlagzeug verschleppte Patterns spielt und im Hintergrund flehende Stimmen erklingen.
Gemeinsam mit den zwei Musikerkollegen aus Bristol, Billy Fuller und Matt Williams, hat sich Barrow nach strikten Vorgaben zur Aufnahme begeben. Alles sollte in einem einzigen Raum, ohne Overdubs oder Reparaturen innerhalb von zwölf Tagen geschrieben und aufgenommen werden. Und so geschah es dann auch.
Das Ergebnis klingt sehr häufig nach den frühen Pink-Floyd-Alben, etwas ziellos, teilweise in Krach abdriftend, paddeln die drei Herrschaften durch spontan erkundetes Neuland. Da wird hier noch eine Gitarre drübergelegt, dort rumort etwas Schlagwerk, und im Mittelpunkt steht immer dieser pompös durchgroovende Bass, der nur selten und fragmentarisch von Gesang - oder vielleicht präziser ausgedrückt, von Stimmgeräuschen - umworben wird. Richtige Songs sind dadurch auch nicht erkennbar, die zwölf Tracks wabern ineinander.
Beak> wirkt somit wie ein spontanes Spaßprojekt, das eher Barrows künstlerischem Ausdruckswillen als einer konkreten vermarktbaren Zielsetzung folgen möchte. Dementsprechend ist es auch naheliegend, dass die Platte auf seinem eigenen Label Invada Records erscheint. Für echte Fans vielleicht eine fremdartige Zwischenmahlzeit bis zur nächsten Portishead-Platte. Damit haben sich Barrow und Frontfrau Beth Gibbons beim letzten Mal ja auch schlappe zehn Jahre Zeit gelassen.
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