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Zoot Woman - Things Are What They Used To Be
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27.08.2009
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Erscheinungsdatum: 21.08.2009
Label: Snowwhite
von Jochen Overbeck
Stuart Price, den hat jeder schon einmal gehört. Nur: Die meisten wissen's nicht. Price produzierte und remixte in der Vergangenheit Songs für Madonna, die Killers, Depeche Mode, Seal oder Gwen Stefani. Dass er selbst ein ganz hervorragender Musiker ist, sollte man dabei nicht vergessen. So veröffentlichte er in den 90er-Jahren unter dem Moniker Les Rhythmes Digitales hervorragende Bigbeat-Platten, die freilich außerhalb der Szene nur wenig Beachtung fanden. Seine aktuelle Band Zoot Woman veröffentlicht jetzt mit "Things Are What They Used To Be" ihr drittes Album.
Das ist für die gut zehn Jahre, die die Band mittlerweile existiert, natürlich ein eher zögerlicher Output, der sich aber wohl vor allem durch oben genannte Produktionsarbeit Stuart Prices erklärt, die mit dem Output von Zoot Woman indes mehr eint, als man denken mag. Auftragsarbeiten und kreative Herzensangelegenheiten liegen offenbar in Sachen Klang nicht weit entfernt.
Nachzuhören ist das im verzückt-melodiösen Pop von "Take You Higher" oder der großartigen Ballade "Blue Sea", die der Stimme von Sänger Johnny Blake wirklich perfekt entspricht. Klar, in "Things Are What They Used To Be" wird Techno im Trentemöller- oder Moderat-Stil ausprobiert und in "Witness" bratzen die Synthies radikal wie das Stuart Price bei - sagen wir einmal - Seal nicht machen könnte. Dennoch ist das hier Popmusik: Der Refrain wendet sich wieder so erfreut und dezidiert den großen Melodien der 80er-Jahre, den Duran Durans dieser Welt zu, dass eine Einordnung jenseits des Pops und dessen großer Geste so überhaupt keinen Sinn macht. Eine entsprechender kommerzieller Erfolg wäre nur angemessen.
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