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Dieter Thomas Kuhn - Schalala
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25.06.2009
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Erscheinungsdatum: 12.06.2009
Label: VEP
von Nina Becker-Göpner
Dieter Thomas Kuhn, die singende Föhnwelle, tut es wieder. Er singt Schlager, die die Welt bedeuten. Seine Konzerte werden unter den Fans hochgepriesen, kein Wunder sind sie doch eine Art Kindergeburtstag für Erwachsene. Wem's gefällt ... Das Cover zu seiner aktuellen CD "Schalala" samt Booklet hingegen ist auch für Nicht-Anhänger ein Hingucker: ein Traum von Weichzeichner-Soft-Porno, voller Selbstironie und eine Hommage an die schöne unbeschwerte Zeit des Schlagers aus den Siebzigern. Aber dieses Motiv ist auch das einzig Berichtenswerte.
Eigentlich hatte sich Kuhn ja 1999 vom Schlager abgewandt, wollte seiner Leidenschaft, dem Rock'n'Roll nachgehen. Doch so wollte ihn keiner sehen, reumütig kehrte er in den Schoß der Schlagergemeinde zurück. Aber was etwa "der Meister" Guildo Horn leistet, kann Kuhn auf "Schalala" nur zart andeuten. Sämtliche Songs der CD sind gecovert, für eine Eigenkomposition fehlt ihm wohl das echte Schlagerherz. Der Schlager - für ihn nicht mehr als eine einfache Art, Geld zu verdienen?
Um noch mal den Guildo-Vergleich zu ziehen: Jener macht diese Musik mit Herzblut und hat es auch locker geschafft, Eigenkompositionen zu schreiben, die exakt in diese Epoche passen würden. Aber selbst Kuhns Interpretationen wirken lieblos: Bei "Ich wünsch dir Liebe ohne Leiden" - im Original ein zu Herzen gehendes Duett zwischen Udo Jürgens und seiner Tochter Jenny - verschleudert Kuhn jegliches Potenzial, jeglichen Charme des Songs. Nicht mal eine Duettpartnerin leistet er sich, spart sich die Kosten für eine Sängerin im Studio. Bei den Howard-Carpendale-Songs imitiert er dessen südafrikanischen Akzent, was vollkommen am Thema vorbei ist. Somit sollte man es mit der Aussage von "Dann geh doch" halten - das Artwork kann Kuhn ja hier lassen ...
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