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Mumford & Sons


Mumford & Sons
Sigh No More
Cooperative Music

Mumford & Sons - Sigh No More

22.10.2009

Erscheinungsdatum: 23.10.2009
Label: Cooperative Music

von Annekatrin Liebisch

"Music that matters" zu machen, sei seit jeher das Ziel von Marcus Mumford, Country Winston, Ben Lovett und Ted Dwane gewesen, heißt es in der Presseinformation zu "Sigh No More", dem Debüt der 2007 in London gegründeten Folkband Mumford & Sons. Eine Aussage, die die linke Augenbraue wie von allein skeptisch nach oben zieht. Lang hält sie es dort nicht aus.

Die sanften Klänge der Akustikgitarre, mit denen das Quartett im Titelsong den Hörer begrüßt, entspannen die Stirnpartie sofort. Der vierstimmige Gesang, so festlich und harmonisch, ruft sofort die wohligen Erinnerungen an den Moment wach, in dem man zum ersten Mal das Debüt der Fleet Foxes hörte. Langsam und vorsichtig breitet sich die wunderschöne Folkmelodie aus, dezent geleitet von einigen zurückhaltenden Streichern. Allmählich wird das Gezupfe hinter Mumfords rauer, kratziger Stimme energischer, lauter - ein Umbruch kündigt sich an.

Und plötzlich geht alles rasend schnell: Banjo, Orgel, Tambourin, Bläser erscheinen aus dem Nichts und reihen sich in atemberaubenden Tempo in die Melodie ein. Die Schönheit der Zeilen, die Mumford darüberlegt, bemerkt man kaum noch. Das Hirn ist zu sehr damit beschäftigt, darüber zu brüten, wann es zuletzt mit drei musikalisch so unverkrampft-dramatischen Minuten konfrontiert wurde. Wenn die letzten Orgelklänge abebben, beginnt das Bangen: Ist es überhaupt möglich, dass der Rest der Platte auch nur annähernd so bewegend, so mitreißend, so perfekt sein kann, wie diese großartige Eröffnung? Ist es.

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