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Erscheinungsdatum: 23.02.2007
Label: Reprise/Warner
von Mona Petri
Ihr erstes, selbstbetiteltes Album wurde heiß geliebt - eine Million Käufer wollten The Used aus ihren Boxen brüllen und lärmen hören, und am besten auch gleich noch live sehen. Denn für ihre zündenden Auftritte auf der Bühne war das verbrauchte Quartett ebenfalls schnell berühmt. Über den wesentlich gemäßigteren und massenkompatibleren Nachfolger "In Love and Death" zeigten sich die Fans vor zwei Jahren dagegen eher enttäuscht: Warum waren The Used denn plötzlich so brav?! Ehe nun im Mai das mit Spannung erwartete dritte Studioalbum der vier Emo-Rocker erscheint - möglicherweise ausschlaggebend für die Treue des ein oder oder anderen Fans -, wollen sie die Gemeinde schon einmal anheizen mit dem Live-Paket "Berth" aus CD und DVD.
Auf der Bühne gibt Sänger Bert McCracken alles. Bis zum Erbechen oder gar zum Kollaps röhrt, krächzt und schreit er, zeigt aber bei Balladeskem wie "All That I've Got" und "Hard To Say" eben seine sanftere Seite. Die Auswahl der Stücke, die McCracken, Quinn Allman (Gitarre), Jeph Howard (Bass) und Dan Whitesides (Schlagzeug) auf der Bühne präsentieren, deckt etwa die Hälfte der Playlist von "In Love and Death" ab. Das Debüt ist mit den Hits "Taste Of Ink", "Maybe Memories" und "Blue And Yellow" vertreten. Die Live-Versionen eröffnen allerdings keine besonders spektakulären, bislang unentdeckten Dimensionen in den Songs - noch dazu ist die Anzahl von gerade mal neun Tracks für ein Live-Album wohl auch etwas dürftig.
Echte The-Used-Fans wird wohl eher das Bild-Material auf der DVD zum Erwerb von "Berth" verleiten. Das gleiche Konzert, das auf der CD zu hören ist, gibt es hier auch zu sehen: die vier aus Orem, Utah im PNE Forum im kanadischen Vancouver. Darüber hinaus gibt die Band Einblick in ihr Tagesgeschäft und präsentiert lustvoll, wie sie sich im Studio und auf Tour bei Laune hält. Dabei arbeiten McCracken und seine Kollegen fleißig am Böse-Buben-Image: Guckt mal, wir essen gegenseitig unsere Popel! Bleibt zu hoffen, dass bei Album Nummer drei mehr Kreativität aufgewandt wurde.
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