Unwritten Law


Unwritten Law
The Hit List
Bodog Music/edel

Unwritten Law - The Hit List

05.03.2007

Erscheinungsdatum: 02.03.2007
Label: Bodog Music/edel

von Kati Hofacker

Mit ihrem bereits siebten Album, dem Best-Of "The Hit List", gehören Unwritten Law aus Südkalifornien zu den wenigen etablierten Langzeitbands im schnelllebigen Genre Punk oder Punkpop. Dort nämlich haben sie angefangen, als sich Unwritten Law 1990 - damals noch als Quintett - in San Diego formierte. Freunde wie Blink 182 und Agent 51 formten ihren stark von Pop, aber auch Synthie geprägten Punk-Sound maßgeblich mit, und prominente Kollegen wie Adrian Young von No Doubt, der für eine Weile die Drums bedonnerte, garantierten ein öffentliches Interesse. Für dieses jedoch mussten Unwritten Law zuvor lange kämpfen, die Szene reagierte anfangs mit erschütterndem Desinteresse.

Erst nach einigen harten, durchtourten Jahren wurden der Producer Josh Abraham (Korn, Limp Bizkit, Staind) und die Öffentlichkeit auf die Jungs aufmerksam. Später meldete sich dann der Konsolenspielehersteller Electronic Arts, der UL-Songs für diverse Soundtracks einsetzte, zum Beispiel den "Celebration Song" (auch auf dem Album) für "Need for Speed Underground 2".

Mit ihrem Best-Of-Album "The Hit List" bedanken sich Unwritten Law nun in ganz besonderer Weise bei den geduldigen und langmütigen Fans: Sie spielten die Lieder, die bei den Konzerten immer am lautesten verlangt werden, wieder ein, und zwar in völlig neuen Versionen. Dazu packten sie einige bisher unveröffentlichte Tracks wie das starke "Shoulda Known Better". Scott Russo, Pat Kim, Steve Morris und Tony Palermo zeigen sich hier kräftig und muskulös, hin und wieder rattenschnell ("Teenage Suicide", "Rest Of My Life", "Blame It On Me"), teilweise Beatles-esk launig ("How You Feel"), aber immer dick und fett produziert!

Satte Sounds dominieren die Songs, grollende Gitarren donnern fröhlich, laute Jungs rumoren ohne Gnade, und eine Menge Spaß kommt uns da aus den Boxen entgegen. Und so, im neuen Gewand, wirken viele einstmals laue Lieder ganz schön hittauglich! Die Sounds bewegen sich auf jeden Fall weg vom Punk der frühen Jahre, haben paradoxerweise trotzdem gehörig an Druck und Kraft zugelegt und machen bedeutend mehr Laune als je zuvor!

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