X-Press 2


X-Press 2
Makeshift Feelgood
Skint - Vital - PIAS/rough trade

X-Press 2 - Makeshift Feelgood

22.01.2007

Erscheinungsdatum: 26.01.2007
Label: Skint - Vital - PIAS/rough trade

von Jochen Overbeck

Die Herren von Skint sind nicht zuletzt wegen des persönlichen Engangements von Fatboy Slim bei der Plattenschmiede eigentlich Spezialisten für Musik, die eher so uffz-uffz-mäßig Richtung Tanzboden schielt. Und das passt ja auch ganz gut zu X-Press 2 - die schafften es vor vier Jahren mit ihrem durchaus Disco-affinen "Lazy" und einer Zusammenarbeit mit David Byrne bis auf Platz zwei der britischen Single-Charts, ließen dann aber nichts mehr von sich hören. Und jetzt? Haben sie wieder ganz viele Freunde, die sie auf ihrem zweiten Album "Makeshift Feelgood" mitspielen lassen. Und die dürften die Plattenvekäufe durchaus ankurbeln.

X-Press 2 sind offenbar mit einem Kleinbus durch Pophausen gefahren, und haben an jeder Straßenecke irgendwen eingesammelt. Zum Beispiel - und das ist dann auch der wichtigste Soecial Guest - Kurt Wagner, der gemeinsam mit seiner Kapelle Lambchop normalerweise eine Kapazität in Sachen alternativer Country-Soul ist. Er tut dem Opener "Give It" sehr gut - weil er ihn aus dem Kontext weißen Dancefloors löst und nachdrücklich Richtung Gospel-Feierei schiebt. Im weiteren Verlauf kommen Gäste wie Tim de Laughter von Polyphonic Spree, Rob Harvey von The Music und Anthony Roman von Radio 4 zum Zuge - und schaffen es leider nur selten, den immens hohen Standard des Openers zu erreichen. "Makeshift Feelgood" ist wirklich keine schlechte Platte, aber man merkt ihr eben manchmal ein bisschen zu sehr an, dass es irgendwie so ein etwas aufgewürztes DJ-Ding ist. Egal. Allein "Give It" und das extrem anfixende "Witchi Tai To" sind jedes Geld der Erde wert.

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