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Erscheinungsdatum: 08.12.2006
Label: Frontiers Records/Soulfood
von Alexander Diehl
Immer wieder schön, diese Welt der Rekorde: Der Sänger Freddy Curci stellte einen auf, indem er fast 30 Sekunden lang eine Note hielt. Respekt, der Herr. Zion, das jüngste Kind des ehemaligen Sheriff- und Alias-Sängers, ist dagegen alles andere als rekordverdächtig.
Deutlicher: Ausgesprochen bieder kommt es daher. Abgrenzung durch ein starkes Organ, Sicherheit durch kompetente Songwriting-Partner (Bob Marlette, Jeff Paris), die Idee ist ebenso durchgesessen wie ihre Umsetzung hier klingt. Zion haben trotz ihres Namens wenig mit Religion oder Politik am Hut, ihr nicht wirklich harter Rock gehorcht den Vorgaben aus Liebe, Leid und Luftsprüngen. "All it takes is a minute to fall in love." Länger als eine Minute braucht es auch nicht, um die Schublade aufzumachen, Zion hineinzustecken und sie fortan den Szenegängern zu überlassen.
In den Kompositionen schwingt amerikanische Coolness mit, das Studio hingegen war eines der begrenzten Möglichkeiten. Wahrscheinlich soll dieser dumpfe Mix gegen die aufpolierte Achtzigermucke revoltieren, deren sich Zion ansonsten widerstandslos hingeben. Auf der nächsten langen Autofahrt, während die Gedanken sentimental in der Vergangenheit wühlen, da kann Curci seine erstklassige Stimme auspacken, die speziell bei den intimeren Stücken wie "Crash The Mirror" oder dem ungeschliffenen "I´m Running Home" zu punkten weiß. Nur bitte dabei nicht die Ausfahrt zur Realität verpassen. Denn für "Zion" einen Umweg zu machen, das lohnt sich nur für beinharte Melodic-Rocker.
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