Into Eternity


Into Eternity
The Scattering Of Ashes
Century Media/EMI

Into Eternity - The Scattering Of Ashes

26.09.2006

Erscheinungsdatum: 22.09.2006
Label: Century Media/EMI

von Alexander Diehl

Into Eternity sind beeindruckend. Mit dem Durchbruchsalbum "Buried In Oblivion" im Gepäck zogen sie durch die Lande. Begleitet unter anderem von Hammerfall und Edguy, aber auch von Hate Eternal und Krisiun. Weder mit den einen noch den anderen sind sie zu vergleichen. Abgewinnen dagegen kann den Kanadiern jeder etwas. Denn ihr progressiver Death Metal, ihre große, grau-schwarze Koalition, empfängt jedes Bedürfnis aus dem Volke mit offenem Ohr. Auf "The Scattering Of Ashes" hat die Mehrheit der metallischen Welt tatsächlich gewartet.

Angesichts der breiten Akzeptanz, welche Into Eternity genießen, ist es müßig zu spekulieren, ob und was denn diesmal besser oder schlechter gemacht wurde. Ansichtssache. Und: Die Unterschiede nivellieren sich. "Buried In Oblivion" hatte mehr Suchtpotenzial, "The Shattering Of Ashes" knallt gnadenloser. Auch aufgrund der kräftigen Produktion, für welche der Mischpult-Großmeister Andy Sneap (Killswitch Engage, Nevermore, Kreator) ins Boot geholt wurde. Allerdings wird es nicht nur auf Gegenliebe stoßen, wie er die Basstrommel getunt hat. Das hat man in diversen skandinavischen Häusern schon besser hinbekommen.

Niemand jedoch vermag stringenter zwischen Schädelspaltern und Kopfnüssen, Saitenzirkus und Todestheater zu pendeln. Stu Block nennt sich der neue Verantwortliche für den klaren Gesang, er haut in "Halford plus"-Stimmregionen ab und kann ebenso jeden Refrain mit Metalcore-Charme auf Samthänden tragen. Apropos, böses Stichwort: "Out" und "Pain Through Breathing" erheben diese Clean-/Death-Wechselspiele zur großen Akrobatik. Unweigerlich ist sie zu spüren, die technische und kompositorische Überlegenheit gegenüber all den amerikanischen Jungspunden, die sich für unheimlich innovativ halten.

Der Stern von Into Eternity hat durchaus die Kraft, auch diese Sparte mit seinem Licht zu durchfluten. "The Scattering Of Ashes" ist weder besser noch schlechter als sein Vorgänger. Es ist erneut besser als alles, was uns in diesem Jahr an sich progressiv schimpfendem und gleichzeitig hämmerndem Metal über den Weg gedonnert ist. Es ist des Meisterstreichs zweiter Teil.

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