Irving


Irving
Death In The Garden Blood On The Flowers
Records & Me - PIAS/rough trade

Irving - Death In The Garden Blood On The Flowers

29.01.2007

Erscheinungsdatum: 26.01.2007
Label: Records & Me - PIAS/rough trade

von Jochen Overbeck

Mittlerweile läuft's fast immer so: Bevor das Debüt-Album erscheint, hat die Trend setzende Crowd schon den Daumen gesenkt oder gehoben - myspace-Profil und die Rezeption in diversen Blogs entscheiden heute rasch und effektiv über das Standing und die Karierre einer Band. Im Falle von Irving hoben die Multiplikatoren rasch den Daumen - zu Recht. "Death In The Garden Blood On The Flowers" ist eine für ein Debüt außergewöhnlich stringent klingende Popplatte, die durchaus Grundstein für eine größere Karriere sein könnte.

Irving halten ihre Augen offen. Sie können Pop, aber auch Komplizierteres. Dass so unterschiedliche Acts wie Broken Social Scene auf der einen und Franz Ferdinand auf der anderen Seite sie bisher als Support buchten, zeigt das wohl ganz gut. Mit den einen verbindet sie die Liebe zum Unvorhersehbaren, die Weigerung, ausschließlich im Pop stattzufinden und Formaten zu genügen, mit den anderen nicht nur ein Referenzfeld, das vor allem in den späten 70er- und frühen 80er-Jahren stattfindet, sondern vor allem eine gewisse Eingängigkeit.

"Death In The Garden, Blood On The Flowers" zeigt, wie gut sich beides verbinden lässt und rückt Irving in die Tradition von großen Bands wie den Eels oder Beck. Egal, ob beim ruhigen "The Longest Day In The Afternoon" oder beim durchaus frenetischen "Situation", Irving schaffen es immer, die Melodien so aufzubauen, dass sie nicht einfältig sind, dass genug Spannung für ein Dranbleiben übrig ist. Vielleicht liegt's an der Tatsache, dass alle vier Bandmitglieder ihren Teil zum Songwriting beitragen, dass keiner Frontman-Ambitionen besitzt. Basisdemokratie als kreativer Motor - auch mal ganz nett.

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