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Alex Gopher


Alex Gopher
My New Remixes
Go 4 Music-Differ-Ant

Alex Gopher - My New Remixes

05.11.2009

Erscheinungsdatum: 30.10.2009
Label: Go 4 Music-Differ-Ant

von Jochen Overbeck

Dass der Begriff French House erstmals als Kategoriesierungshilfe auftauchte, ist auch schon wieder über zehn Jahre her. Daft Punk, Cassius, Stardust - das waren damals die Protagonisten der Szene, Source und Yellow die wichtigsten Plattenfirmen. Der Unterschied zu dem, was seinerzeit sonst unter dem House-Begriff zusammengefasst wurde, war der Verzicht auf eine allzu klebrige Süße, gleichzeitig aber durchaus referenzhafte Eingängigkeit. Natürlich hat sich die Szene seitdem so diversifiziert, dass es sie eigentlich gar nicht mehr gibt. Französische Tanzmusik - Acts wie Justice oder Sebastién machen's vor - schranzt sich gerade laut und brutal durch die Gehörgänge, und auch die Helden von einst haben die fetten Synthies entdeckt. Zumindest der seinerzeit schon weit vorne mitspielende Alex Gopher, der auf "New Remixes", richtig, neue Remixe veröffentlicht. Solche, die er alleine anfertigte und welche des Projekts Superdiscount, das er gemeinsam mit Etienne de Crécy stemmte.

Wenn man seine Version des Ladyhawke-Tracks "Paris Is Burning" hört, wundert man sich doch ein bisschen. Neben den lauten Analog-Synthies hört man sogar Sirenen, eigentlich eher Spielzeug der kontemporären Youngster, im folgenden "Push", einer Remixarbeit für Shinichi Osawa, taucht sogar die Kuhglocke auf.

Passt aber ganz gut - immerhin arbeitet Gopher auf der vorliegenden Doppel-CD durchaus für so eine Art Elite der Gegenwart. Die meisten Künstler eint, dass sie an der Schnittmenge zwischen Pop und Tanzmusik stattfinden. Da findet sich eine Neubearbeitung von "Stay The Same", einem Track der auf dem französischen Kitsuné-Label beheimaten Briten Autokratz ebenso wie seine Superdiscount-Nachbearbeitung von Who Made Whos "Out The Door" und ein hinreichend Wums besitzender Mix des Bowie-Benassi-Bastardpop-Lehrstückchens "DJ". Fischerspooner werden durch die Mangel genommen, Kid Sister und sogar Kraftwerk. Dass das alles am Stück etwas zäh wirkt, liegt in der Natur der Sache. Für Mixtape oder Hobby-Auflegerei ist "My New Remixes" allerdings durchaus eine Platte, die man im Haus haben kann.

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