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Warum Wir sind Helden mit ihrem ersten Album zur übergreifenden Konsensband geworden sind, bleibt ein großes Rätsel. Schon damals wirkte die bildungsbürgerliche Spießigkeit und die grüne Moral so furchtbar, dass man sich gelegentlich fragen mußte, warum auch durchaus seriöse Medien auf diesen Zug ausgesprungen sind. Wir sind Helden sind eigentlich die musikalische Version der Lindenstrasse, eine Spiegelung der deutschen Befindlichkeit unter den Vorzeichen einer immer infantileren Unterhaltungsindustrie. "Von hier an blind" treibt das bekannte Konzept weiter, langweilige Musik trifft auf Texte, die clever sein sollen, durch ihre künstliche Aufgeblähtheit aber nur von der inhaltlichem Belanglosigkeit ablenken. Mal ganz ehrlich: Findet irgendjemand Vergleiche wie den zwischen der Musikindustrie und dem Rotlichtgewerbe wirklich originell? Eines über diese Band stimmt aber tatsächlich: Wir sind Helden stehen nicht in der Tradition der neuen deutschen Welle, sondern sind die legitimen Nachfolgern von Heinz Rodulf Kunze.
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