Wire


Wire
Read & Burn
Pinkflag/Cargo

Wire - Read & Burn

22.08.2002

Label: Pinkflag/Cargo

von Katrin Theis

Revivals haben Hochkonjunktur, die Helden der späten Siebziger und der glamourösen Achtziger Jahre wischen den Staub von den spitzen Schuhen, bügeln Anzüge und Krawatten, befreien Gitarren und Bässe aus den Schränken und lesen sich die Fanpost aus frühen Jahren noch mal durch. Das Brot der frühen Jahre schmeckte bittersüß und ist erstaunlicher Weise immer wieder frisch. Wire hatten enormen Einfluss auf die Punkmusikszene und das zu recht.
Zum legendären 'I Am The Fly' der Punkprotagonisten tanzten sich massenweise Freunde der alternativen Musik die spitzen oder auch dicksohligen Schuhe durch. Wire konnten damals schon szeneübergreifend tätig sein. Ihr unverwechselbarer Sound erreichte Punks, Waver, Psychobillies und sogar Skinheads.
1999 reformierte sich die Kapelle um ein paar Live-Gigs zu spielen. Doch es kam wie es kommen musste und wohl auch sollte: Nach zehn Jahren veröffentlichen Wire den ersten Teil einer Serie mit neuem Material und beweisen, dass ihr rotziger Garagepunksound immer noch zeitlos ist. Bis 2003 soll die Reihe fertiggestellt sein, die sowohl Live- als auch neues Studiomaterial serviert. Der Wermutstropfen: Nach den sechs Tracks des Openers will man schnell mehr...
Zwanzig Jahre nach ihren ersten Veröffentlichungen zeigen sie, dass ihr Feuer immer noch brennt. Straighter Frühpunk, schnelle Gitarren, kratzige Läufe, dynamische Rhythmen und die eindringliche und punkige Stimme des Frontmannes lassen kaum noch Wünsche offen. Erinnerungen an The Fall, Joy Division und natürlich in erster Linie an den frühen Wire-Sound werden wach und drängen sich in die vorderen Hirnlappen - den Wunsch weckend nach mehr von dem Stoff. Colin Newman, Bruce Gilbert, Graham Lewis und Robert 'Gotobed' Grey wissen, was sie tun. Sie wissen es schon lange und sie können es immer noch perfekt: Eindringliche Songs schreiben und selbige so performen, dass sie dem Hörer in Ohr und Bein hängen bleiben und das vermutlich auch noch für die nächsten 20 Jahre.

Highlights:
In The Art Of Stopping
I Don't Understand
Comet
Germ Ship
1ST Fast
The Agfers Of Kodack

Verwandte Klänge:
The Fall
Joy Division
The Cure
New Order
Jona Lewie

Tracks:
In The Art Of Stopping
I Don't Understand
Comet
Germ Ship
1ST Fast
The Agfers Of Kodack

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