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Label: Independiente
von Andre Kollo
Wunder gibt es immer wieder. So auch hier. Paul Weller hat Frieden mit seiner Zeit als Sprachrohr der britischen Jugend geschlossen (The Jam). Auch die modischen Ausflüge mit Style Council erscheinen hier in neuem Licht. 'Days Of Speed' ist Paul Weller pur. Sprich: Alleine mit Akustik-Gitarre zieht der ehemalige 'Godfather of Mod' Bilanz. Tatort: Seine letzte Tournee, die ihn befreit von Bandensembles und selber auferlegten Regeln zeigte.
'That's Entertaiment' hat hier genauso Platz wie 'Down In The Seine' oder 'English Rose'. Übersehene Songs wie 'Science' (vom 'Heavy Soul'-Album) gewinnen durch die intensive Live-Version. 'You Do Something To Me' erlebt seine Wiedergeburt als schmerzliche Ballade, die nur noch wenig mit seiner entspannten Studio-Version gemeinsam hat.
Die größten Überraschungen warten am Ende der 18 Songs umfassenden Auswahl mit 'Town Called Malice' und 'Headstart For Happiness'.
Über 25 Jahre hat Weller an dem großen Album-Wurf gearbeitet (und diesen regelmäßig knapp verpasst). 'Days Of Speed' ist das bis auf das Nötigste reduzierte Zeugnis dieser Arbeit.
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