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Label: Ladomat
von Norbert Sonderfeld
Sensorama waren immer schon mit die Innovativsten auf dem Gebiet der Elektronik. Mit ihrem neuen Album bleiben sie ihrem Ruf treu, in neue Welten vorzustoßen, die nicht unbedingt von jedem nachvollzogen werden können. Auffallend ist der ziemlich langsame Aufbau der Stücke, die ihre Wirkung besonders aus der Sparsamkeit der Sounds beziehen. Das erinnert dann sehr an die beiden frühen Kraftwerk-LPs 'Kraftwerk 2' und 'Ralf Und Florian'. Auch in der Sperrigkeit und der Unschuld der Melodien gibt es da Parallelen. Vielleicht würden auch Neu heute so klingen, wenn sie konsequent weitergemacht hätten. Aber natürlich haben Sensorama auch in den letzten Jahren Musik gehört. Somit ist die Scheibe zwar soundmäßig ziemlich nach hinten in die Vergangenheit gerichtet, aber einige moderne Beats und Klänge tauchen durchaus mal auf. Diese CD sollte man am besten hintereinander an einem Stück hören. Sie braucht ein wenig, um einen gefangen zu nehmen, lässt einen danach aber nie mehr los. Auch wenn dann bei 'Funkenflug' ziemlich unangenehme analoge Sounds auftauchen, bleibt man bei der Stange, denn man ist viel zu neugierig, was denn wohl als nächstes passieren wird. Als besonderer Leckerbissen erwartet einen bei einem Stück dann noch Robert Forster (Go-Betweens), der seine Stimme einsetzt und somit ein Stück Musik erschafft, das irgendwo zwischen klassischem Songwritertum und stolpernder Elektronik hin und her schwebt. Klasse.
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