Deacon Blue


Deacon Blue
Homesick
Roadrunner

Deacon Blue - Homesick

01.08.2001

Label: Roadrunner

von Norbert Sonderfeld

1994 hieß es für Deacon Blue, jetzt wird die Sache beendet. Nach sechs erfolgreichen Alben und diversen Hitsingles (zumindest in England) war man an einem Punkt angelangt, wo es kein Weiterkommen zu geben schien. Aber die Abstinenz dauerte nur bis 1999. Im Laufe eines Benefizkonzertes, für das eine einmalige Reunion geplant war, stellte man fest, dass man offensichtlich noch nicht am Ende war. Die darauffolgende Tour war ausverkauft und jetzt gibt es das erste Album mit neuem Material von Deacon Blue seit 1993. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein. Uns schlägt hier der Geist der Achtziger um die Ohren, traumwandlerische Melodien werden ausgepackt und in unauffällige, aber wirksame Arrangements gesteckt. Immer ausgerichtet auf die Stimme des Sängers Ricky Ross, die im Laufe der letzten Jahre gereift zu sein scheint. Deacon Blue haben mit 'Homesick' die ideale Scheibe für den Herbst abgeliefert. Etwas melancholisch, aber wunderbar tröstend und voller Schönheit, die einen über die künftigen trüben Tage helfen kann. Somit für mich eine der Reformationen des Jahres. Wo bleiben nun die Adventures oder andere Bands, die uns damals mit ihrem melancholischen Pop erfreuten? Wir brauchen euch.

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