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Label: Mercury
von Andre Kollo
Fast möchte man glauben, James seien 'Gottes vergessene Band'. Prophezeite ihnen die englische Musikpresse zu Beginn ihrer Karriere noch, die Nachfolge der Smiths anzutreten, wurden sie schon bald darauf 'totgeschwiegen'. Diagnose: Uncool. Da half es wenig, dass die Band unter der Beihilfe von Brian Eno mit 'Laid', 'Wah-Wah' und 'Whiplash' drei Großtaten zwischen Pop und Pathos ablieferten, nach denen sich Bono und Co. die Finger lecken würden. 'Pleased To Meet You' wird an dieser Situation nicht viel ändern, bringt für Anhänger des Septetts allerdings die gewohnt atmoshärischen Songs. Weniger enthusiastisch als auf 'Whiplash', dafür melancholischer denn je, halten James ihren Standard. Geschmackvoll werden Einflüsse moderner elektronischer Musik eingebaut ('Junkie'), aber auch Freunde der frühen Platten der Briten werden bedacht ('Give It Away'). An manchen Stellen mag man fast ein wenig Ratlosigkeit wahrnehmen. 'Pleased...' eröffnet kein neues Kapitel und beschließt auch keinen einmal eingeschlagenen Weg. James setzen sich gekonnt zwischen ihre eigenen Stühle.
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