Dave Navarro


Dave Navarro
Trust No One
Capitol

Dave Navarro - Trust No One

09.07.2001

Label: Capitol

von Norbert Sonderfeld

Wer denkt, Dave Navarro führt den mit Jane's Addiction einmal eingeschlagenen Weg fort, irrt ein wenig. Denn Dave Navarro hat ein astreines Popalbum abgeliefert, das aber dennoch die Kraft und Angriffslust seiner früheren Bands konserviert. Er war auch als Gitarrist im Gespräch, Slash bei Guns N'Roses zu ersetzen, aber ich glaube, sein eigenes Ding durchzuziehen, ist genau das Richtige. Und so viel Pop ist dann doch nicht zu entdecken. Denn immer wieder brechen Elemente der Düsternis in die wundervollen Melodielinien ein, eine breite Gitarrenfront mischt die Songs auf und die dunkle, einprägsame Stimme Navarros sorgt zudem dafür, dass dieses Album auch bei Fans der altenativen Töne Freunde finden wird. Diese CD steckt bis zum Rand voller Überraschungen, die fast unvorhersehbar auf den Hörer herunterfallen. Hier hat ein Mann seinem Hang zu experimentellen Sounds freien Lauf gelassen. Sein nächstes Album könnte dann so etwas wie der ganz große Wurf werden.

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