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Label: Edel
von Andre Kollo
Wenn Musiker ihren Vorbildern in Form eines Tribute-Albums ihren Respekt zollen, kommt schnell Pokalstimmung auf. Schaffen es die 'kleinen' und jungen Bands den 'Großen', die Butter vom Brot zu nehmen? Wer interpretiert die Meister am eindrucksvollsten und wer geht die Aufgabe unverkrampft und mutig an? 'Substitute - The Songs Of The Who' vereint eine außergewöhnliche Reihe von renommierten Acts der aktuellen UK- und US-Szene. Neben den üblichen Verdächtigen wie Paul Weller, Ocean Colour Scene und Pearl Jam, finden sich mit den Stereophonics, Fastball und Sheryl Crow auch einige Überraschungen auf der Besetzungsliste. Den Anfang machen hier John Powers Cast. Ihre Version von Pete Townshends 'The Seeker' eröffnet nicht nur den Songreigen der CD, sondern war auch die Initialzündung für Produzent Bob Pridden, das Projekt auf die Beine zu stellen. Genau wie Wellers Beitrag 'Circles' und Ocean Colour Scenes 'Anyway, Anyhow, Anywhere' halten sich Cast streng ans Orginal aus den Sechziger Jahren. Die erste Überraschung bleibt Überzeugungstäter David Bowie und dessen Slowtempo - Interpretation von 'Pictures Of Lilly' vorbehalten. Fast schon zäh, wird hier das Frühwerk der Mod-Helden in seine Einzelteile zerlegt. Die Underdogs von Unamerican, die bereits als Vorprogramm mit den hier Geehrten unterwegs waren, haben mit 'Naked Eye' zwar die au0ergewöhnlichste Songwahl getroffen, bleiben aber ansonsten eher blass. Nicht wiederzuerkennen sind die Stereophonics mit 'Who Are You'. Sänger Kelly Jones bleibt es dann auch vorbehalten, zusammen mit Daltrey, Townshend, Entwistle und Ringos Sohn Zak am Schlagzeug den Titelsong ins neue Jahrtausend zu transportieren. Vorher jedoch sorgt Sheryl Crows 'Behind Blue Eyes' für das unerwartete Highlight der CD. Intim und Intensiv haucht sie dem Klassiker neues Leben ein. Unterm Strich gehört 'Substitute' eindeutig zu den überzeugendsten Tribute-Versuchen der letzen Jahre. Ein wenig mehr Eigenständigkeit beim Umgang mit den Klassikern (positives Beispiel hierfür Phishs '5.15'), hätte der Compilation aber dennoch gut getan.
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