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Label: Motor
von Ralph Buchbender
Nu Metal goes Oldschool! Manchmal ist ein Schritt zurück eben doch auch ein Schritt in die richtige Richtung. Man muss nicht direkt wieder die Bäume besiedeln, um zu zeigen, dass früher alles besser war. Und niemand möchte wirklich 'The Return of the Metal-Fashion' der Achtziger Jahre. Aber die Jungs in den viel zu engen Jeans haben nun mal den besten Metal gespielt. Schön, sie hatten es auch leichter, denn sie konnten sich auf neuem Terrain unendlich austoben. Den Vorteil haben Godsmack nicht. Aber sie haben den richtigen Riecher und ein aufgehendes Konzept.
Woher kommt der Metal? Richtig. Aus England. An Black Sabbath kommt eben niemand vorbei. Die Siebziger Jahre als Nährboden für den Metal haben sich schon in den Achtzigern bewährt und stehen auch Godsmack gut zu Gesicht. Ungeniert vergreift sich Gitarrist Tony Rombola an den Riffvorgaben Toni Iommis und pflegt somit die gute alte Seventies Tradition. Sänger Sully Erna geht ein Jahrzehnt weiter und erinnert in bester Hetfield-Manier an die immer noch größten Zeiten von Metallica. Die Rhythmusfraktion befindet sich im musikalischen Geschichtsunterricht schon in der gymnasialen Oberstufe. Bassist Robbie Merrill und Drummer Tommy Stewart bilden einen Background, der zwischen Suicidal Tendencies, Soundgarden und Alice In Chains wandert und somit die Neunziger Jahre frequentiert. Alles zusammen ist 'Awake' und trotz aller Oldschool-Elemente ein very zeitgemäßes Album. Godsmack befinden sich durchaus nicht im Rückwärtsgang. Aber auf der Fahrt in die Zukunft blicken sie etwas intensiver in den Rückspiegel als andere. Und sowas finden nicht nur Fahrlehrer ganz klasse...
Highlights:
Vampires
Sick Of Life
Greed
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