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Label: Deutsche Grammophon
von Stefan Orth
Elvis Costello scheint es sich vorgenommen zu haben, sämtliche Musikrichtungen mindestens einmal selbst produziert zu haben. Schon immer sehr vielseitig, wurde er in den ersten Jahren seiner Karriere mit Country, Rock, Punk und New Wave-Pop bekannt.
Nachdem er sich 1993 erstmals an klassische Musik heranwagte und eine Platte mit dem Brodsky-Quartett aufnahm, und auch nachher immer wieder durch interessante Kollaborationen, etwa mit Pianist Burt Bacharach, auffiel, hat er nun mit der Schwedin Anne Sophie von Otter, einer Mezzosopranistin von Weltrang, 'For The Stars' aufgenommen. Die meisten der achtzehn Songs sind Cover-Versionen, beispielsweise werden die Beatles, Tom Waits und Abba, unter Mitwirkung von Abba-Komponist Benny Andersson am Piano, mit Klassik-Versionen ihrer Songs bedacht. Diese Art von Crossover aus Pop und Klassik ist bekanntlich oft zum Scheitern verurteilt, hier jedoch funktioniert die Sache. Erwartungsgemäß merkt man in den Songs, in denen auch Costello singt, dass er stimmlich bei weitem nicht mit der Schwedin mithalten kann, allerdings hat genau dieser Kontrast einen gewissen Charme.
Ein sehr persönliches, introvertiert-ruhiges Album, das allerdings in seiner Gesamtheit etwas einlullend wirkt.
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