Hosh


Hosh
Hosh
Eastwest

Hosh - Hosh

07.06.2001

Label: Eastwest

von Stefan Orth

Hosh kommen aus dem höchsten Norden Deutschlands, genauer aus Meldorf in Schleswig-Holstein, und haben sich dem melodiösen Mainstream-Amirock verschrieben. Über erfolgreiche Teilnahmen an Nachwuchswettbewerben, zahlreiche Konzerte und über das Internet-Label 'Virtual Volume' schafften sie den Sprung aus der Provinz zum Major-Deal. Einigen dürften sie durch ihre erste Single 'Marie' bereits ein Begriff sein.

Auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum zeigen die fünf munter drauflosrockenden Musiker, dass sie definitiv ihr Handwerk verstehen. Sänger Jan Robitzky erinnert ein wenig an eine Mischung aus Ed Kowalczyk (Live) und Adam Duritz (Counting Crows), ohne allerdings ganz deren Klasse zu erreichen. Das Songwriting ist sehr klassisch bis konventionell gehalten, nur sehr dezent kommen Loops, vereinzelte Keyboardparts beziehungsweise verfremdete Gitarren zum Einsatz. Manchmal merkt man noch deutlich, dass die Bandmitglieder ihre Wurzeln in der härteren Musik haben, so überrascht beispielsweise 'Another Story' mit einem lupenreinen 80er-Jahre-Hardrock-Refrain. Mein persönliches Highlight der Platte ist das ohrwurmtaugliche 'Killer Ants'.

Es verdient Respekt, wenn eine Band, ohne zu sehr auf Trends zu schielen, heutzutage ehrliche Musik in klassischer Rockbesetzung macht. Anderseits wirkt das im Falle von Hosh alles etwas altbacken, beim Hören fehlen die Aha-Erlebnisse. Wer 'Marie' mochte, wird trotzdem sicher auch an diesem sauber produzierten Album Gefallen finden.

Highlights:
Killer Ants

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