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Label: Virgin
von Andre Kollo
Eine Platte, auf die man sich eigentlich nicht freuen dürfte. Was sollten Air aus Frankreich nach ihrem Über-Debüt Album 'Moon Safari' noch zur Popgeschichte beitragen? Nun, anscheinend doch noch einiges. '10.000 Hz Legend' verhält sich zu 'Safari' ungefähr so, wie sich Massive Attacks 'Protection' zum Erstling 'Blue Lines' verhalten hat. Nur umgekehrt. '10.000 HZ' ist noch 'süßer' in seinen ruhigen Momenten und die dunkle Seite von Air noch ausgeprägter, als dies der Vorgänger erahnen ließ. Hier wird einem kein Aufguss vorgesetzt, soviel ist klar. Geblieben ist die Liebe zu den 'mittleren' Pink Floyd und der Hang zu Easy Listening-Anklängen. Insgesamt benötigen die neuen Songs etwas mehr Zeit, bis sie sich festsetzen - nicht unbedingt ein Nachteil. Die Zusammenarbeit mit Beck fällt als einziger Song ein wenig aus dem Air-Rahmen. 'The Vagabond' klingt eher wie ein Missing-Track von Becks 'Midnite Vulture'.
Air selbst beschreiben ihr neues Material als 'etwas paranoidere, urbane Klänge' und treffen damit den Nagel auf den Kopf. Versailles musste Paris als Aufnahmeort weichen, den weichen Analog-Sounds von 'Safari' folgen hier ihre digitalen Brüder und Schwestern.
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