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Label: Mercury
von Andre Kollo
Einen Sommer lang galten Ocean Colour Scene (wie so viele andere vor und nach ihnen) als die Retter britischer Pop-Traditionen. In die Britpop-Rubrik passten sie allerdings nie. Paul Weller und Noel Gallagher gaben ihr Bestes, um der Band zum Durchbruch zu verhelfen. Aber auch dieser Formation sollte der Sprung über den Ärmelkanal (beziehungsweise Atlantik) verwehrt bleiben. Nun ist Britpop die schrecklichste Leiche im Trend-Keller und OCS versuchen sich wieder Gehör zu verschaffen. Mission Impossible? Wahrscheinlich, dabei liefert das Quartett mit 'Mechanical Wonder' ihre mit Abstand gelungenste Liebeserklärung an vergangene, britische Popsternstunden ab. 'Up On The Downside' wäre vor einigen Jahren noch ein sicherer No.1-Hit im englischen Königreich geworden. Nun stehen da Westlife und Konsorten - eine tragische Alternative. 'If I Gave You My Heart' offenbart gar große Gefühle und eine romantische Ader, die man bei soviel Understatement in der Vergangenheit kaum für möglich halten mag. Ob 'Mechanical Wonder' vielleicht schon zu spät kommt, wird man sehen. Im Gegensatz zum ganzen 'Quiet is the new Loud'-Hype und der so betitelten 'Bettnässer-Fraktion' um Coldplay & Co., liefern OCS ein geradezu meisterliches Lebenszeichen ab.
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