Bon Jovi


Bon Jovi
One Wild Night
Mercury

Bon Jovi - One Wild Night

02.05.2001

Label: Mercury

von Andre Kollo

Bon Jovi gehören, was ihren Song-Output angeht, nicht gerade zu den fleißigsten Vertretern des amerikanischen Mainstreams. Drei Studioalben in den letzten zehn Jahren könnten zumindest die Vermutung nahelegen, dass sich die Gruppe um Sänger Jon Bon Jovi und Gitarrist Richie Sambora recht schwer tut, wenn es um neues Material geht. Eine Live-CD kommt da gerade recht, um Fans, Anhänger und Bandkasse bei Laune zu halten. Eine Coverversion hier, eine Neu-Einspielung (Studio) da, fertig ist das ideale 'Tool' für die anstehende Tour. Sicherlich, der eine oder andere mag sich in grauer Vorzeit bereits Titel wie 'Livin' On A Prayer' oder 'Keep The Faith' als Single zugelegt haben. Anschließend wurde dann dankend auch der dazugehörige Longplayer erstanden. Wiederum einige Zeit später kam man mit der 'Greatest Hits'-Compilation nach Hause und hatte den Song dann zum dritten Mal. Aber die Live-Versionen fehlten eben noch. Daher wird sich auch 'One Wild Night'(fairerweise sollte man wohl bemerken, dass es sich um Bon Jovis erstes Live-Werk handelt) seinen Weg zum Fan bahnen - komme was da wolle. Was man Bon Jovi zu Gute halten sollte ist allerdings die Tatsache, dass sie nach wie vor solides (wenn auch angestaubtes) Rock-Entertainment auf die Bühnen-Bretter bringen. Die Amis hängen sich rein, verzichten auf (fast) keinen Hit, ziehen schon einmal eine Überraschung aus dem Ärmel (siehe 'I Don't Like Mondays') und schicken ihre Zuschauer ausgepowert nach Hause. Eine fahrende Rockdisco auf Stadionniveau. Wer davon nicht genug bekommen kann, der wird auch mit 'One Wild Night' seinen Frieden schließen.

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