Rammstein


Rammstein
Mutter
Motor

Rammstein - Mutter

05.04.2001

Label: Motor

von Alex Krieger

Die Berliner Neuzeit-Marschmusiker Rammstein bitten zum nächsten internationalen Volkstanz. Es ist 'Mutter'-tag und lang hat es bis zu diesem Feiertag gedauert. Lauscht man dem Resultat der vielen Releaseverschiebungen zum ersten Mal, fragt man sich, was da so viel Zeit und Mühe verschlungen hat. Höchstens die wirklich gnadenlos fette Produktion. In der musikalischen Provokations-Sackgasse gefangen, präsentieren sich die funkensprühenden Teutonen wie eh und je, nur noch ein wenig platter. Bislang gaben zumindest die lyrischen Ergüsse der Band noch gewisse Rätsel auf, doch bei 'Mutter' ist alles derart phrasenhaft, dass es in jeder Hirnwindung schmerzt. Sicher, der Sound von Rammstein ist und bleibt ein brachialer Tritt in den Allerwertesten: bretternde Gitarren-Riffs, treibende Beats und erlesene Samples. Von dem wagneresken 'Rrrrrrs' und der romantischen Friedhofsidylle ganz zu schweigen. Doch die Texte könnten diesmal auch gut aus der Feder Manowars oder ähnlichen Sprachwundern entsprungen sein. Ein bißchen mehr Geist hätte auf keinen Fall geschadet sondern zumindest den bisherigen Qualitätsstandard beibehalten.

Wo Rammstein drauf steht, ist auch Rammstein drin, nur dieses Mal nicht ganz zu 100 Prozent. Eingefleischte DieHard-Fans werden vielleicht nicht enttäuscht werden, doch neue Kinder wird 'Mutter' der Band wohl nicht schenken.

Highlights:
- Adios

Verwandte Klänge:
Megaherz, Weissglut

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