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Label: Mute
von Wiebke Joester
Wundervoll, was der Nick da macht. Ganz wunderbar. Da sitzt der traurig neben dieser Frau und hält die Katze im Arm und schreibt dabei noch so schöne Lieder. Mit haufenweise geballten Emotionen, mit Traurigkeit, mit Hoffnung, mit Liebe, mit allem Drum und Dran und völlig ohne Pathos. Kann das überhaupt sonst noch jemand außer ihm? Und dann hört man hier noch jedes einzelne Instrument heraus, nichts verschwindet in irgendeinem Soundbrei, wie das oft üblich ist. Jedes Instrument steht für sich, erzählt seine eigene Geschichte und doch reimt sich schließlich alles zu einem Ganzen zusammen.
Man möchte weinen. Weil der Nick so traurig ist, weil er so schön singt, weil er so unglaubliche Songs schreibt, die einfach klingen und doch einzigartig und irgendwie verwoben sind. Weil selbst abgedroschene Phrasen wie 'It's been so long since you've been gone...' aus seinem Munde wieder frisch und ehrlich klingen. Weil er, obwohl er so schrecklich traurig ist, noch humorvoll Hoffnung verbreitet. Aber vor allen Dingen, weil man sich vorkommt, als würde man in der guten Stube beisammen sitzen, das Kaminfeuer prasselt im Rücken, der Malzkaffee duftet, die bereits erwähnte Katze schnurrt und Nick Cave erzählt uns Geschichten von 'Es war einmal...' bis '...und wenn sie nicht gestorben sind.' Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Geigen sich der Traurigkeit des Meisters anpassen und das Klavier dabei in fast jedem Song so behaglich klimpert. Man weiß es nicht genau. Eins steht jedoch fest: Deine Musik und ich, lieber Nick, wir wollen wirklich niemals auseinandergehen... und Du und Deine Bad Seeds bitte auch nicht!
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