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Label: Columbia Alternative
von Andre Kollo
Nach zwei durchaus erfolgreichen Indie-Platten greift Deutschlands Powerrock-Trio Nr.1, Uncle Ho, mit 'Show Them What You Are Made Of' nun nach den Sternen. 13 Songs (auf 15 bringt es die limitierte Erstauflage), die das Zeug haben, alle Anhänger moderner Gitarrenmusik hinter sich zu versammeln. 'Show Them...' ist straighter, erdverbundener Rock mit großen Gefühlen und Hooklines mit Ohrwurmcharakter.
Für frischen Wind im Radio und Musik-TV sorgten bereits im letzten Jahr die vorab ausgekoppelten Singles 'I Don't Care If You Like Me' mit seinen catchy Poptunes und das etwas punkig-härtere 'Come On, Come Clean'. Vorboten für ein Album, dass die angekündigte Vielseitigkeit unterstreicht. Beste Beispiele sind die beiden Tracks 'Catching The Bug' oder 'All I Know', die die Wuppertaler von einer ausgeprägt starken songwriterischen Seite zeigen. Im erweiterten Rockbereich können Uncle Ho fast alles. Bereits knapp zwei Jahre zuvor verschaffte ihnen die Single 'Bubblehead' einen Major-Hit in den US-amerikanischen College-Radios. Auf 'Show Them...' gibt es diesen Song nochmals in einer transparenteren und besser produzierten Neufassung. Nicht neu, aber trotzdem exzellent ist die Coverversion von P.J. Harveys 'Down By The Water', die von den HOs im unverwechselbaren eigenem Bandsound präsentiert wird. Genauso überzeugend geht die Gruppe ihre Lyrics an. Frei von allen Peinlichkeiten gelingem Sänger Julian oft surreale Zeilen mit Außenseitercharme.
Im Wechselspiel zwischen rockiger Härte und emotional großen Melodien sind die Hos so etwas wie die deutschen Erben der Smashing Pumpkins. Das sie darüberhinaus ein Pop-Verständnis wie die Manic Street Preachers besitzen, ist für ihre musikalische Ausprägung sicher nicht von Nachteil.
Placebo und Nirvana seien als weitere Eckpfeiler noch erwähnt. Ein hoffnungsvolles Album mit großen Momenten und fast gar keinem Leerlauf.
'Show Them What You Are Made Of' erscheint am 29.01..
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