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Label: Epic
von Wiebke Joester
Momentan wird man mit Black Music geradezu überschüttet und übersättigt. Aber hin und wieder fällt einem in dem ganzen Einheitsbrei aus gestählten Männern im Unterhemd und halbnackten Frauen auf dicken Autos doch noch Bemerkenswertes auf. Zum Beispiel Omar, der mit 'Best By Far' sein nunmehr fünftes Album vorlegt und statt der Goldkettchenfraktion eher der Erykah Badu/Lauryn Hill-Garde der schwarzen Musik zuzuordnen ist. Dafür steht auch das Duett mit Angie Stone, ihres Zeichens erfolgreiche Soulmusikerin und Lebensgefährtin des amerikanischen Neo-Soulgurus D'Angelo.
Die Musik erinnert bisweilen an Harry Connick Jr, an Seal und Terence Trent D'Arby. Hier werden moderne Beats mit Big Band-Sounds nebst einer gehörigen Portion Soul gemixt. Auch lateinamerikanische Rhythmen und Elemente des Jazz finden ihren Platz in Omars Musik. Das Ganze könnte einen zusammengebastelten Eindruck hinterlassen, aber der Engländer zeigt durchaus ein Händchen dafür, die verschiedenen Elemente angenehm und passend zu kombinieren. Stevie Wonder soll ihn schon als würdigen Nachfolger ernannt haben und ja, warum nicht?
'Best By Far' mag als Fazit dieses Albums zwar etwas hochgegriffen sein, doch wem die glatten Produktionen à la R. Kelly langsam aber sicher auf die Nerven gehen, dem sei Omar als Hoffnungsschimmer am Black Music-Himmel empfohlen.
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