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Label: Trikont/Indigo
von Norbert Sonderfeld
Eigentlich müsste dieser Mann hierzulande schon längst Superstarstatus haben, aber ... Nun gut, Lindenberg hat sein "Nana Mouskouri" gecovert und die Toten Hosen haben sich seiner Unterstützung auf ihrer letzten CD versichert. Aber am besten ist Funny Van Dannen aber immer noch alleine auf der Bühne. Da blüht seine Lyrik richtig auf. Und der Humor wird in der richtigen Dosierung verabreicht. Kein Schenkelklopfen, sondern immer ein Schmunzeln und Wiedererkennen.
Titel wie "Lobdefizit", "Mädchenmusik" oder "Störche Gesehn" zeigen, wo es lang geht. Gleichzeitig kann er sich leisten, mal einfach nur traurig zu sein. Lieder, die wirklich etwas aussagen, kleine Geschichten und Katastrophen. Und trotz der rudimentären Begleitung reissen diese Texte alles raus. Die Musik erinnert ein wenig an Dylan - kein Wunder bei Akustikgitarre und Mundharmonika.
Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Mann endlich einmal den Durchbruch schaffen kann. Er liefert nämlich etwas, was selten ist: Ein Schmunzeln, das bleibt - auch beim hundertsten Mal hören.
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