Subterfuge


Subterfuge
I Do Birds
Blickpunkt Pop/EFA

Subterfuge - I Do Birds

19.01.2001

Label: Blickpunkt Pop/EFA

von Andre Kollo

Ob Notwist, Readymade, Miles oder auch Subterfuge, sie alle vertrauen ihre Songs dem Team um O.L.A.F. Opal an. Die Ergebnisse zeigen warum: In den letzten Jahren hat sich ausgehend von einem zunächst nur recht kleinem Kreis an Musikern, hier eine unverwechselbare Duftmarke entwickelt, die nach der Auszeit britischer Gitarrenbands und der momentanen Funkstille aus Schweden, die erste Adresse für geschmackvolle europäische Gitarrenmusik geworden ist.

Aber zurück zu den Düsseldorfer Subterfuge, die mit "I Do Birds" nun ihren dritten Longplayer und damit das erste Highlight des Jahres, in Sachen feiner Gitarrenmusik mit vielen großartigen Harmonien und wenig Rock, vorlegen. Seit dem Erstlingswerk "Famous" von 1993 hat sich einiges bei den Jungs vom Rhein getan. Was früher den rauhen Charme einer Indie-Produktion ausstrahlte, wird auf dem neuen Longplayer zeitweise zum großen Kino. "Silly Girl",scheint trotz 70s Disco-Beat, direkt aus dem 'Swinging London' der 60er Jahre zu kommen. Clever eingesetzte Klaviersprenkel vermischt mit dezentem Background-Vocals sorgen nicht nur hier für einige Highlights. Kurzweilig kommt der Großteil der 13 Songs daher. Einzig "Different City" wirkt mit allzu seichtem Geplänkel als Fremdkörper. Entschädigt wird man direkt im Anschluss mit "Carpenter Girl" und "Blind", die auch aus der Feder der Wannadies oder des von der Band verehrten Evan Dando stammen könnten.

Auch nach dem x-ten Durchgang verliert "I Do Birds" nur wenig von seinem Charme. Eine gute Platte eben.


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