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Label: V2
von BluePen
Auf ihrem mittlerweile dritten Studio-Album hat Aimee Mann zum ersten Mal die Möglichkeit gehabt, die Songs mehrheitlich selber zu produzieren, ganz nach ihren Vorstellungen. Und wie nicht anders zu erwarten, bewegt sich ihr Songwriting noch stärker jenseits einschmeichelnd schlichter Melodien und bekannter Wendungen. Immer wieder öffnen sich in zuerst leicht spröden Liedern überraschend frische und phantasiereiche Wendungen.
Die Texte über die hartnäckigen Probleme im zwischenmenschlichen Bereich sind nie stereotyp und fordern zu wachem Mitdenken auf. Das bedeutet nun aber nicht, dass hier eine intellektuell kühle Scheibe vorliegt, vielmehr kristallisiert Mann Gefühle zu dezenten Song-Rätseln, die viel Empfindung zu geben vermögen, ohne den Verstand vorm CD-Regal ablegen zu müssen.
Von den auf konstant hohem Niveau gehaltenen Tracks gefallen mir besonders drei: Das geistreiche, fast schon witzelnde "Satellite", "Calling It Quits", das mit seinem atmosphärischen Drive zum Highlight aufsteigt, sowie das romantische "You Do", auf dem die Künstlerin Sanfmut freien Raum lässt.
DocRock
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