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Label: Fourmusic
von Wiebke Joester
Die Erwartungen, die im Vorfeld an das Unplugged-Projekt der Fantastischen Vier geknüpft wurden, waren hoch und die Vorbereitungen aufwendig. Die Stuttgarter sind nach Herbert Grönemeyer der zweite deutsche Act, der bei der MTV-Serie mitwirken durfte und stehen damit in einer Reihe mit Weltstars wie Eric Clapton und Neil Young. Und dem Vergleich können sie sich unbesehen stellen, auch wenn man hier auf keine bewegenden Innovationen stösst, wie man das sonst von jedem neuen Album der Fantos gewohnt ist.
Mit sage und schreibe 22 hervorragenden Musikern im Rücken geben Smudo, Thomas D, Hausmarke und And. Ypsilon eine Auswahl ihrer Songs zum Besten, wobei nicht einmal alle Hits Verwendung fanden, sondern auch unbekanntere Lieder gleichberechtigt in neuem Glanz erstrahlen. Eine wohl abgerundete Mischung ist dabei herausgekommen, in sich stimmig und wie aus einem Guss. Ruhig, unauffällig, überzeugend. Unterstrichen wird dieses Understatement durch das Booklet-Artwork in schwarz-weiss-rot.
Überraschend ist, was bei "Hammer", "Millionen Legionen", und "Weiter als Du denkst" noch an Interpretationsmöglichkeiten herausgeholt werden konnte. Lediglich "Le Smou" verliert unplugged ein wenig an Funk und "Tag am Meer" klingt nicht wirklich anders, aber die Originale sind halt auch nicht zu toppen. "Sie ist weg" ist interessant, aber die neue Rhythmik doch gewöhnungsbedürftig. Beeindruckend bedrückend klingt "Schizophren", aus dem Track spricht der Wahnsinn, unterstützt von einer Motorsäge. Den Abschluss bildet "MfG" und gibt einem in seiner Dichte das Gefühl, bei einem musikalischen Highlight dabei gewesen zu sein. Insgesamt ein Album, das man ewig hören kann und bei dem einem auch nach dem zehnten Mal noch überraschende Details auffallen werden, die zunächst am Ohr vorbeigingen.
DocRock
(DocRock)
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