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Label: Epic
von Wiebke Joester
Auch wenn Keb' Mo' in L.A. geboren ist und dort lebt, seine Musik vermag den Hörer an ein ruhiges und sonniges Plätzchen mit lauer Brise am Mississippi zu versetzen. Man sieht Musiker, umringt von Kindern und zahnlosen Alten mit Zigarre, an der Strassenecke sitzen, man hört Stimmengewirr und das Geplätscher des großen Flusses. Aber vor allem hört man Keb' Mo's Musik, diese ihm ureigene Abart des Blues, die er für sich gefunden hat. Warmherzige Musik, optimistisch-leicht, auch wenn die Texte sich nicht immer um die schönen Seiten des Lebens drehen, veredelt mit der bekannten offenen, warmen Stimme.
"The Door" heißt sein bereits viertes Album und Keb' Mo' ist sich treu geblieben. Sich und seinen Gefühlen, die er, wie gewohnt, gekonnt in Melodie und Lyrics umsetzt. Sei es das leise "Come On Back", das antreibende "Stand Up" oder eher klassische Bluesnummern wie "Loola Loo" und "It Hurts Me Strong". Beim Songwriting hat Keb' mit verschiedenen anderen Kollegen zusammengearbeitet, so auch mit Bobby McFerrin, aber die Songs, die er alleine geschrieben hat ("Don't You Know", "Come On Back" und "Change"), gehören ganz klar zu den Besten. Sie berühren den Hörer am meisten, wirken am intimsten.
Ohrwürmer wie "More Than One Way Home" oder "Just Like You" sind hier zwar nicht zu finden, aber "The Door" ist ein anspruchsvolles, homogenes Album, klassisch, aber nicht altbacken, und man wird sich daran sicherlich nicht satthören.
DocRock
(DocRock)
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