Keith Caputo


Keith Caputo
Died Laughing Pure
Roadrunner

Keith Caputo - Died Laughing Pure

10.11.2000

Label: Roadrunner

von Wiebke Joester

Noch dichter und intensiver, vor allem aber intimer als die erste, elektrisch-verstärkte Variante von "Died Laughing" kommt jetzt die "Pure" –Version daher. Den äusserst tiefgehenden und persönlichen Texten Keith Caputos kommt das sehr gelegen. Auf "Pure" stellt der Amerikaner noch mehr Nähe zum Publikum her, als durch seine ihm eigene sensible Art ohnehin schon immer erzeugt wird. Seiner Stimme gibt der gewollte Stromausfall noch mehr Raum für Emotionen und Ausdruck, besonders bei "The Girl I Love", bei dem man aus Mitgefühl für Caputo richtig Gänsehaut bekommt. Der Mann legt seine ganze Seele in die Songs und das rührt an, ob man will oder nicht.

Nicht alle Songs seines Solodebuts wurden wiederverwertet, dafür kamen drei neue Lieder dazu: "Yesterday Is An Eternity", "The Girl I Love" sowie "Let’s Pretend", drei wunderbar gefühlvolle, unkitschige Balladen. Ausserdem interpretiert Caputo Annie Lennox‘ Klassiker "Why" gleich zweimal neu und vermag dabei das Original an Wärme und Lebendigkeit zu übertreffen. Auch wenn es liedtechnisch Überschneidungen zwischen den ersten beiden Soloalben des Künstlers gibt, macht es durchaus Sinn, beide Werke im Plattenschrank stehen zu haben. Und die "Died Laughing Pure" in stillen Momenten hervorzuziehen. Oder wenn es einem kalt um’s Herz ist.


DocRock

(DocRock)

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