Mark Knopfler

Mark Knopfler - Sailing To Philadelphia

25.10.2000

Label: Mercury/Universal

von Stefan Orth

Dire Straits-Mastermind Mark Knopfler meldet sich mit seinem (abgesehen von zahlreichen Filmsoundtracks) zweiten Soloalbum zurück und bietet solide, erwachsene Popmusik mit interessanten Gastmusikern. So ist auf dem Titeltrack Rockpoet James Taylor zu hören, und Van Morrisson durfte "The Last Laugh" mit seiner Stimme veredeln. Knopflers sehr geschmackvolles, songorientiertes Gitarrenspiel unterstützt 13 stimmungsvolle Songs, die in den Bereichen Folkrock, Pop, Country und Blues angesiedelt sind.

Immer wieder wird man musikalisch an die Dire Straits (etwa bei der ersten Single "What It Is")erinnert. Ungewöhnlich ist da "Baloney Again" mit seiner herrlich schmachtenden Mundharmonika-Melodie und religiösem Text über eine reisende Gospel-Gruppe in den 50er Jahren. Ansonsten handeln die Texte von melancholischen Alltagsgeschichten und komplizierten Beziehungsgeflechten. Die Personen, die Knopfler beschreibt, sind oft ausdauernde Einzelkämpfer am Rande der Gesellschaft, die trotz aller Widrigkeiten des Lebens ihren Prinzipien treubleiben. Der ursprünglich aus Schottland stammende Ausnahmegitarrist scheint seine Amerika-Landeskunde-Hausaufgaben gemacht zu haben, besingt er doch sehnsüchtig die verschiedensten Gegenden seiner Wahlheimat.

Die schwere Aufgabe, aus durchweg balladesken Songs ein durchweg fesselndes, stimmiges Album zusammenzustellen, gelingt jedoch nicht vollkommen, da es trotz guten Songwritings schwerfällt, die Platte ohne Ermüdungs-erscheinungen komplett durchzuhören.



DocRock

Highlights:
Silvertown Blues
What It Is
Baloney Again (DocRock)

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