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Label: Talkin' Loud/Universal
von Stefan Orth
Nach dem wegweisenden 1997er-Bestseller-Debüt „New Forms“ zeigt das britische Elektronik-Kollektiv um Roni Size erneut, wie moderne Clubsounds zu klingen haben und bringt schubladensuchende Journalisten mit einer unglaublichen Vielfalt an verschiedenen Einflüssen zur Verzweiflung.
Drum’n’Bass, Breakbeat, HipHop und Soul sind die vorherrschenden Elemente dieses Werkes, dessen 16 Songs durchgehend im heftigeren Bereich angesiedelt sind und dadurch eher zum Abtanzen im Club als zum Homelistening einladen. Allerdings sollte man sich auch letzteres nicht entgehen lassen, denn erst beim mehrmaligen konzentrierten Hören der Tracks offenbaren sich dem Hörer viele interessante Details und neuartige, experimentelle Soundspielereien.
Soul-Sängerin Onallee beherrscht ihr Handwerk meisterhaft, und Rapper Dynamite sorgt nicht nur in der ersten Single „Who told you“ für hohen Wiedererkennungswert.
Die Liste der Gastmusiker kann sich auch sehen lassen: In „Centre Of The Storm“ ist Zack de la Rochas (RATM) aggressiv-agitatorisches Trademark-Geschrei zu hören, Method Man beweist auf „Ghetto Celebrity“ seine Fähigkeiten, und Rapper Rahzel von den Roots steuert den sperrigsten, kompliziertesten Track bei.
Nach jeder Menge anderen Projekten zeigt Elektro-Workaholic und Labelchef Roni Size mit dieser Platte, daß im Drum’n’Bass-Bereich immer noch neuartige, mitreißende Songs möglich sind. Verdammt gute Platte, die mit jedem Hören besser wird.
DocRock
(DocRock)
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