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Label: Virgin
von Alex Krieger
Der Begriff Placebo heisst übersetzt "Ich werde gefallen" und fürwahr, diese Umschreibung ist nicht zu hoch gegriffen. Die Messlatte war spätestens mit ihrem Vorgängeralbum "Without you I'm nothing" fast unüberwindbar hoch angesetzt. Doch von einer Enttäuschung kann hier beim besten Willen keine Rede sein.
Mit 'Black Market Music' besinnen sich Molko, Olsdal und Hewitt auf das Wesentliche. Vorbei die Zeiten ihrer Selbstinzenierungen und willkommen in der Vielfältigkeit des Sounds. Immer noch stark an die 70er Jahre angelehnt, präsentiert das cosmopolitane Trio ein abwechslungsreiches und ausgegorenes Album. Alle 12 Tracks fügen sich homogen ineinander ohne auch nur eine Sekunde der Langeweile eine Chance zu schenken. Placebo sind erwachsen geworden.
Vorbei die Zeiten in denen man sich als geschlechtslose, divenhafte Glamourstars in den Mittelpunkt spielte und gekommen ist der Punkt, an dem man sich allein mit den gnadenlos perfekten Songs profiliert. Wer allerdings auf die künstlerische Freiheit zum Andersartigen hofft, den wird Placebo mit ihrem Drittlingswerk enttäuschen. Musikalisch bleiben sie sich weiterhin treu und das ist auch gut so. Dieses Album ist verführerisch und stets um eine sinnliche Melancholie bedacht.
'Black Market Music' ist kein Placebo-Effekt, sondern zeigt echte therapeutische Wirkung. Auf alle Fälle hat sich das in London ansässige Trio damit einen sicheren Platz in der Oberliga erspielt.
DocRock
Highlights:
Days before you came
Slave to the wage
Haemoglobin
Tracks:
1.) Taste in Men
2.) Days before you came
3.) Special K
4.) Spite & Malice
5.) Passive Aggressive
6.) Black-Eyed
7.) Blue American
8.) Slave to the Wage
9.) Commercial for Levi
10.)Haemoglobin
11.)Narcoleptic
12.)Peeping Tom
(DocRock)
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