Barenaked Ladies

Barenaked Ladies - Maroon

09.10.2000

Label: Reprise

von Stefan Orth

Nach dem kommerziellen Durchbruch mit „Stunt“ in den USA versuchen die Barenaked Ladies mit ihrem nunmehr fünften Longplayer, an den großen Erfolg des Vorgängers anzuknüpfen.

Den Hörer erwarten 13 eingängige Ami-Gitarrenpop-Songs, die ein wenig an die Counting Crows erinnern, mit humorvollen, subtil-ironischen Texten über die Tücken des Alltags und kleine Lebenskrisen. Aber auch die etwas dunkleren, nachdenklichen Stücke zeugen im Endeffekt von einer positiven Lebenseinstellung, da Sänger Steven Page nie in völlige Melancholie verfällt, sondern jeder noch so vertrackten Situation auch etwas Positives abgewinnen kann.

Unerklärlicherweise beginnt das von Don Was (Rolling Stones, Iggy Pop, B´52´s) produzierte Album mit dem schwächsten, konventionellsten Song. Danach stechen vor allem die erste Single „Pinch Me“ und „Conventioneers“ mit entspannter Instrumentierung und locker-groovigem Feeling heraus, auch der Hidden Track „Hidden Sun“ weiß zu gefallen. Durch einfallsreiche Percussion und ausgezeichnetes Songwriting unterscheiden sich die splitternackten Damen angenehm von vielen anderen Popbands, gelegentlich hätten aber ein paar weniger eingängige, zum genauen Hinhören zwingende Passagen nicht geschadet.

Alles in allem ist „Maroon“ bestens dazu geeignet, um sich an einem verregneten Sonntag Nachmittag ein wenig aufmuntern zu lassen.


DocRock

(DocRock)

Mehr zu Barenaked Ladies

Weitere CD-Kritiken bei Yahoo! Musik...