Etienne De Crécy

Etienne De Crécy - Tempovision

04.10.2000

Label: V2

von Jörg Mikat

Etienne de Crécy, der mit „Prix Choc“ einen der Hammer-Tracks auf dem mittlerweile legendären „Super Discount“-Sampler beisteuerte, veröffentlicht nun mit „Tempovision“ sein erstes, reguläres Album. Neben erfolgreichen Acts wie Air, Alex Gopher und Daft Punk gehört er zu der französischen Neo-Dance-Szene, die mit 70s-Funk-Samples, EasyListening-Einflüssen, Filterhouse und einer Prise Disco einen neuen Sound kreierten.

Eine der Stärken von Etienne de Crécy ist es, den Tracks eine völlig individuelle Dramatik zu geben. Die Arrangements entwicklen sich langsam und werden sparsam von erlesenen analogen Sounds und Soundtrack-artigen Samples umspült. Die Vocal-Parts sind ausgesprochen soulig und erinnern zuweilen an Massive Attack. „Hold The Line“ ist sicherlich eines der Highlights dieser Scheibe; hier entwickelt sich über gut 14 Minuten ein upliftender Midtempo-House-Track, der sich gleichermaßen zum Bodymoven, Autofahren, und Chillen eignet.

Mit „Tempovision“ ist Etienne de Crécy eine phantasievolle, abwechslungsreiche Produktion geglückt, die nicht nur frankophilen Dancefloor-Fans vorbehalten bleiben sollte.


DocRock

Highlights:
"Hold The Line" (DocRock)

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