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Label: Mute/Connected
von Benno Limberg
Neben Depeche Mode und Nick Cave ist das dritte Zugpferd des Mute-Labels immer noch das Duo Erasure, auch wenn die großen kommerziellen Erfolge der 80er und 90er Jahre zuletzt ausblieben. Mit "Loveboat" veröffentlichen der exzentrische Mastermind Vince Clarke (Depeche Mode, Yazoo) und der schrille Andy Bell nun das zehnte gemeinsame Album (die Singles-Compilation "Pop" nicht mitgerechnet). Nach dem gefloppten Ausflug ins Artrock-Lager auf der selbstbetitelten vorletzten CD, kehrten Vince und Andy 1997 mit "Cowboys" glücklicherweise wieder zu ihren Leisten zurück und lieferten Synthie-Pop, der auch ohne Millionenverkäufe immer noch zum abwechslungsreichsten des Genres zählt.
Dieser Weg wurde mit "Loveboat" fortgesetzt. Wie der Titel vermuten lässt, erwartet den Hörer genau die Mischung aus Elektro-Kitsch und Popschnulze, die Erasure groß gemacht hat. Andy singt wie eh und je auf grausam schöne Weise seine bittersüßen Texte ins Mikro, die von Vince Clarke musikalisch umgesetzt werden. Da stehen Balladen wie "Alien" und "Mad As We Are" gleichberechtigt neben potentiellen Radiohits wie "Freedom" und "Love Is The Rage" und natürlich geht es um love & respect. Wer also Erasure kennt, weiß, was er bekommt und wer das Duo bisher nicht mochte, der kann sich auch dieses Album sparen. Zumal es sicher auch nicht das beste ihrer Karriere ist.
"Loveboat" ist eine durchschnittlich hübsche Sammlung vertraut klingender Popsongs - ohne Ausfälle, aber auch ohne Überflieger.
DocRock
(DocRock)
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