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Label: RCA/BMG
von Dirk-Michael Mitter
Sieben Jahre sind eine lange Zeit, wenn man komplett von der Bildfläche verschwunden ist. Waterboys' Mastermind Mike Scott hat zwar in den Neunzigern zwei Soloalben veröffentlicht, aber erkannt, dass "die Welt nicht die Musik von Mike Scott, sondern die von den Waterboys kennt". Also hat er jetzt den bekannten Namen reanimiert und eine bemerkenswerte Scheiblette produziert.
"A Rock In The Weary Land" ist experimentell, außergewöhnlich und trotzdem erstaunlich eingängig. Aber Mike Scott hat sich richtig ausgetobt: Viele Samples, verzerrte Stimmen oder rückwärts laufende Drums ("Dumbing Down The World"). Trotzdem ist sein neues Werk ein Rock-Album, daran ändern auch die Synthies in allen Klangfarben nichts.
Im Titelsong lässt er sich rund 8 Minuten Zeit, all seine Kreativität unterzubringen. Der spirituelle Song wird von der Stimmgewalt des Londoner Community Choir gepowert und erinnert stark an Tears For Fears' "Sowing The Seeds Of Love". Überhaupt scheint der Schotte wenig von kompakten Songs zu halten; unter 5 Minuten läuft da (fast) nix.
In der Kombination mit seinen außergewöhnlichen Texten sind die durchdachten Songs kein Schnellfutter, sondern bedürfen der mehrmaligen Zuwendung, bis man alle Raffinessen und Sounds mitbekommt. Sperrig, unangepasst und unumstößlich – eben "A Rock In The Weary Land".
DocRock
(DocRock)
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