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Label: Orbit Rec./Virgin
von C 93
Was soll man schon von zwei jungen Musikern erwarten, die sich in Berlin auf einem Pet Shop Boys-Konzert kennen und lieben lernen? Sie eilen ins Studio und leisten einen Beitrag zur heimischen Pop-Geschichte. So taten sich Elke Brauweiler und Bernd Intelmann (bei dem Namen durfte bestimmt kein Mac das Studio betreten) zu dem Duo Paula zusammen und mixten einen süßen Cocktail aus den Pop-Zutaten der letzten 20 Jahre, der als Sahnehäubchen eine noch süßere Mädchenstimme erklingen lässt. 80er Sythipop geführt von Spielzeugtechnolines und oft gehörte, aber nicht minder liebgewordene Arrangements sind das Markenzeichen von Paulas Musik. Die deutschen Texte beschreiben zwischenmenschliche Beziehungen auf eine wunderbar einfühlsame und leicht melancholische Art und Weise und sind bewusst naiv gehalten, dass man bei "Schlaflied" direkt an das DDR-Sandmännchen erinnert wird. Paula küssen den Hörer sanft wach mit Titeln wie "Jimmy", ein Lied, dass aus dem Frühwerk Andreas Doraus stammen könnte oder mit dem perligen Smash-Hit "Als Es Passierte". Eine CD wie ein gemütlicher, sonniger Sonntagmorgen in Berlin. Kein Wölkchen kann die positive Atmosphäre des Albums trügen. Der Titel "Ärger" wird als Medikament gegen eben diesen wärmstens empfohlen. Keiner der insgesamt elf Titel bricht irgendwie, selbst nach vielfachem Hören stellt sich keine Langeweile ein.
Die Naivität dieser Produktion erscheint keinesfalls lächerlich oder banal. Die Aussagen scheinen ehrlich gemeint zu sein. Wie schön, dass es noch solche Musik gibt....
DocRock
(DocRock)
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