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Label: Cog Communications
Der irische Songwriter hat es zu gut gemeint. Auf seiner fünften CD hat er dreizehn Lieder untergebracht und schafft es nicht, den Spannungsbogen so zu gestalten, dass "Red-Letter Day" kompakt bleibt. Sicher sind die Stücke auch diesmal wieder sorgfältig in Szene gesetzt und bewegen sich auf höherer Niveau-Ebene als der Durchschnitt. Eingängig und vorsichtig folkig ist das Zusammenspiel von Akustik-Gitarre, Bass und Schlagzeug. Die Cello/Viola-Arrangements sind immer geschmackvoll und wenn es Samples gibt, sind sie so durchlässig eingespielt, dass es ein Genuss ist. Ärgerlich hingegen ist es, wenn man feststellt dass schon wieder eine Scheibe so präsentiert wird, dass das Beste am Anfang steht. Kein vernünftiger Koch würde so ein Menü zusammenstellen.
Bis Track sieben kann man bis auf den Konventional-Durchhänger "I Came Through" sagen, fein ist es, was Goss Mitte 99 in Irland zusammengezaubert hat. Dass "Moments In Time" ein deutliches When My Guitar Gently Weeps-Gen in sich trägt, stört nicht weiter. Unglaublich schön sind der zärtliche Lovesong "Our Love Endures" und das leicht soulige "Unconditionally Yours", Romantik, die nicht Lebenslüge mit im Schlepptau führt. Der nachdenkliche Ausflug in klassizistische Anwandlungen auf "Fire From The Flame" und die Teamarbeit geheimnisvoller Keyboardflächen und hauchzarten Bongos tun ihr Übriges, um Freude aufkommen zu lassen. Doch verdammterweise hält ab Track acht plötzlich Konventionalität Einzug. Zartheit verwandelt sich in Schmalz, Falsett in Gejammer (besonders auf dem Titelsong) und am Ende entpuppt sich "Tell Me Why" als Einschläfer. Da fallen dessen schönes Viola-Solo und das gelungene "Big Tough World" in eingängiger Syd Barrett-Manier nicht mehr genügend in die Waagschale, um deren Kippen ab der Mitte wieder wett zu machen.
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(jf/DocRock)
DocRock
(DocRock)
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