Vindsval

Vindsval - Imperium Grotesque

21.08.2000

Label: SPV

Vier Mannen ziehen aus der urigen Wildnis von Luxemburg in die Stadt der Zwergenpyramide, Karlsruhe, wo sie ein Tonstudio zerhacken, um aus seinen Brettern ein Floss zu bauen, auf dem es sie in die ferne Vergangenheit treibt. Auf gruftigen Metal-Rock-Wellen segeln sie gen Eilande, wo düstere Kriege herrschen und richtige Männer sich die Köpfe einschlagen. Unter dem hirschbrünftenden Gröhlen des Sprachrohrs der Truppe werden hehre Botschaften ins Gefecht geschleudert. Sie sind archaisch einfach gehalten und können, was Niveau und Authentizität anbelangt, locker mit allen möglichen Wicki-Comix für Jugendliche und Erwachsene konkurrieren. Klassizistische Streicherfelder, Harfen-Ergüsse, Pauken zu E-Gitarren und Gongs aus dem Sampler älteren Baujahrs begleiten diese groteske Orgie, mit der sie allerdings die Schlacht nicht gewinnen. Zu wenig einfallsreich und nicht richtig stimmig ist die Art, wie hier Altertümliches auf Heavy gepropft wird. Zwar schaffen sie es zuweilen, besonders in den Instrumentalstücken und Intros, viel Atmosphäre zu erzeugen, doch haben die eigentlichen Songs wenig Profil.
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(jf/DocRock)



DocRock

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