Deftones

Deftones - White Pony

15.08.2000

Label: Maverick/wea

"White Pony" nimmt dir die Luft zum Atmen; das Album ist wie ein Schlag in den Magen. Nebenbei gehört ist es fast unerträglich; konzentriert man sich auf die 11 Songs, ist es tiefgründig und kontrovers. Vom ersten bis zum letzten Ton haben Deftones eine Atmosphäre geschaffen, die die gesamte CD dominiert. Dumpf, düster, voll stumpfer Verzweiflung. Hier geht es weniger um die einzelnen Lieder als um den klanglichen Kontext, in dem sie stehen. "Elite" und "Korea" sind mit ihrer extremen Härte die Ausnahme, die restlichen Lieder wälzen sich eher schwerfällig daher – verschachtelt, aber nicht verwirrt. Selbst scheinbar melodische Songs wie "Teenager" verlieren nie diese latente Bedrohung, die über dem Album schwebt. "White Pony" muss man in erster Linie fühlen, nicht hören. Dann öffnet sich ein Kosmos aus surrealen Texten und musikgewordener Frustration, der zu komplex ist, um ihn in die Schublade "New Metal" einzusperren. Auch dank der gelungenen Produktion von Terry Date ist das dritte Album von Deftones ein tiefsitzender Stachel im Fleisch. Beeindruckend!
****
(dmm/DocRock)

DocRock

Highlights:
- Digital Bath
- Knife Party
- Passenger (Duett mit Maynard James Keenan von Tool und A Perfect Circle)

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