Kansas

Kansas - Somewhere To Elsewhere

15.08.2000

Label: Song an Dance Too Inc./SPV

Oops! – da bin ich wohl in ein Zeitloch getreten. Als hätte es die vergangenen zwei Jahrzehnte nie gegeben, melden sich die alten Herren von Kansas (fast) in Originalbesetzung zurück. Vielleicht hat es in letzter Zeit zu viele unnötige Reunions gegeben, dass diese Meldung nicht mehr die Begeisterung ausgelöst hat, wie vor vielleicht fünf Jahren. Zu viele der alten Helden kamen in den 90ern erstaunlich flügellahm daher und waren nur innovativ im Abkassieren. Aber "Somewhere To Elsewhere" verdient volle Beachtung. Der Sound ist zeitgemäß und druckvoller, aber ansonsten knüpfen die Prog-Rocker an die glorreichen Tage der 70er an. Keine Zeitgeist-Huldigung, sondern die exakte Erfüllung der Erwartungshaltung. Ob man das wirklich braucht, sei dahingestellt und wer Kansas schon immer schrecklich fand, hat auch 2000 wieder allen Grund dazu. Aber die Altherren-Riege platzt vor Spielfreude und glänzt mit kompositorischen Highlights. Wenn die ersten Takte des Openers "Icarus II" erklingen ist klar: Hier spielt Kansas in der einzig relevanten Besetzung. Da sich die gesamte Band während der Aufnahmen in Kerry Livgren's Studio eingefunden hatte, ist "Somewhere To Elsewhere" kein Studiokonstrukt, sondern hörbar ein Bandalbum. Superbe Melodien von Kerry Livgren, Kansas typische Violinparts von Robbie Steinhardt und die kraftvolle Stimme von Steve Walsh – was will man mehr?
***

(dmm/DocRock)


DocRock

Highlights:
- Icarus II
- When The World Was Young
- Myriad
- Distant Vision

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