Dj Koze

Dj Koze - Music Is Okay

14.08.2000

Label: Yo Mama/Zomba

Hamburgs Musikszene ist seit einigen Jahren die kreativste der Republik. In regelmäßigen Abständen bringt die Stadt an der Elbe vielversprechende neue Musik aus allen Lagern hervor. Einer, der Genre übergreifend arbeitet und Hip Hop, Elektro und Gitarre spielend unter einen Hut bringt, ist Stefan Kozalla aka DJ Koze. Vom Hip Hop kommend (er ist eines der drei verbliebenen Mitgliedern von Fischmob) hatte Koze immer schon Spaß an elektronischen Beats und schrägen Samples. Dem trug er ausgiebig als Adolf Noise Rechnung, einem alter Ego, das sich in der Club-Szene im Handumdrehen einen Namen machte. Es lag nahe, diese Einflüsse zu verbinden. Und so stellt der Spex-DJ-des-Jahres-1999 sein erstaunliches Talent gern befreundeten Bands zur Verfügung, indem er sich in der hohen Kunst des Remixens übt: Blumfeld („Tausend Tränen tief“), Der Tobi & Das Bo (Is mir egal“), Tocotronic („Jackpot“), Egoexpress („Telefunken“) usw. Unter dem Motto „Eine Stunde neu Gemischtes neu gemixt“ sind hier seine größten Erfolge zusammen gestellt. Leider enthält diese Compilation bis auf ein Intro, das von Kozes Vater gesprochen wird, der seiner Freude darüber Ausdruck verleiht, dass sein Sohn Beats bastelt und nicht Zahnarzt, Rechtsanwalt oder so´n Quatsch geworden ist, und drei weiteren Füllern, keine neuen oder eigenen Stücke. Die CD ist dennoch ausgesprochen kurzweilig, denn Koze beherrscht von Techno bis Trance alle elektronischen Spielarten gleichermaßen und weiß seine Skills klug ein zu setzen. Keine überflüssigen Posings oder Nerv tötende Tüfteleien. Ein Hörvergnügen, das vom Fischmob typischen Anteil an Selbstironie abgerundet wird.
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(B.L./DocRock)

DocRock

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